Global Game Jam 2015 - Das Ergebnis!

Genau eine Woche ist das Global Game Jam Wochenende jetzt her. Ich habe mich langsam wieder an einen geregelten Tagesablauf gewöhnt. :)Nochmal zur Erinnerung: Global Game Jam bedeutet in 48 Stunden ein Spiel zu einem vorgegebenen Thema entwickeln. Der GGJ findet parallel in unzähligen Locations auf der ganzen Welt statt - ich habe mit meinem Programmiererkollegen Arthur Eckmann in Köln im Cologne Game Lab teilgenommen.

Die Erfahrung: Der Hammer. Intensiver geht es nicht, als wenn man als eines von 25 Teams unter 120 Menschen in Akkordarbeit an einem Projekt arbeitet, das einem immer mehr ans Herz wächst. Wir haben in der Nacht von Freitag auf Samstag immerhin 5 Stunden geschlafen, anschliessend aber bis zum Ende am Sonntag Abend durchgewerkelt.

Das Thema: „What do we do now?“. Zunächst einmal herrschte bei Bekanntgabe des Themas natürlich Ratlosigkeit, aber wie das immer ist wenn sich irgendein schlauer Designer so ein Thema ausdenkt, das für Ratlosigkeit sorgen soll, kommen die Ideen dann doch ziemlich flottig. Und so war für uns klar: Pluralität wegen dem „we“ = Multiplayer, im besten Falle Co-Op und zwar gerne auch Couch-Co-Op, weil es nur noch wenige Local Multiplayer Games in unserer Cloud-Reality gibt. Und: Bedrohung durch irgendwas. Eine aussichtslose Situation. Zombies oder sowas. „What do we do now?“ eben.




Was wurde draus? Weltall. Absturz. Gestrandet sein auf einem fremden Planeten. Und zwar handelt unser Spiel von zwei knuffigen kleinen Alien-Astronauten, die während einer Panne vom Kometen getroffen werden und auf einem fremden Planeten stranden. Ihre Aufgabe: Ihr Raumschiff durch Einsammeln von über den Planeten zerstreuten Raumschiffteilen wieder fit machen. Das hat aber einen Haken: Ihr Sauerstoff ist fast alle. Daher auch der Name des Spiels: Oxygone.
Wir haben dann direkt losgelegt und im Rahmen der 48 Stunden auch ein recht vorzeigbares Etwas entwickelt, das aber leider nicht so fertig geworden ist, dass man es bis zu einem Erfolgsmoment spielen könnte. Die Basis ist fertig - Grafik, Musik, Laufen, Schiessen, Items sammeln, Gegner, Introvideo, usw. Aber im Laufe der Entwicklung wurde uns klar, dass wir dieses Spiel gerne noch viel toller machen würde. Am Ende gabs trotzdem Beifall (weil ich im durchnächtigten Zustand auch vielleicht nicht klar genug gemacht habe, was noch NICHT implementiert ist :P).




Was wird daraus? Ich arbeite auf Hochtouren weiter daran und bin jetzt erstmal damit beschäftigt, die Grafik noch was zu polieren und die Raumstrukturen zu erweitern. Arthur ist noch zwei Wochen lang im Semesterstress und wird dann auch weiter an Oxygone arbeiten. Kurz zum angestrebten Spielprinzip: Oxygone wird in durch den Sauerstoffverbrauch kurz gehaltenen Sessions gespielt und ist eine Highscore-Jagd. Schnell erlernt, aber knifflig zu meistern soll jede Entscheidung wichtig sein. Am Ende zählt, wie weit man sein Raumschiff repariert bzw. sogar gepimpt hat, bevor der Sauerstoff alle ist. Gespielt wird zu zweit parallel, doch jeder Charakter kann nur zwei Items tragen. Lässt man also seine Waffe liegen für einen Schlüssel? Gibt man das Teleporter-Item, das einen direkt zum Schiff zurück bringt, besser seinem Mitspieler ab? Schafft man die Gegnerhorde mit herumliegenden Steinen zu bekämpfen, anstatt den Umweg zum Laserblaster zu nehmen? Viele taktische Entscheidungen machen also aus, wie weit man seinen Score in die Höhe treiben kann. Und übrigens: Der Planet sieht bei jeder Partie anders aus, da die Höhlensysteme zufällig kombiniert werden.

Und wer den Prototypen spielen will: http://globalgamejam.org/2015/games/oxygone

Hier gibts ausserdem einen Thread dazu auf gm-d.de, wo die weitere Entwicklung dokumentiert wird: http://www.gm-d.de/wbb/index.php/Thread/23334-Oxygone-GGJ-48h-Prototype 

In den nächsten Tagen werde ich einige aktuellere Bilder posten. Bis dahin müsst ihr euch mit den Bildern aus der Version, die wir nach 48 Stunden hatten, genügen.

Abschliessend: Global Game Jam ist geil. Unbedingt mal mitmachen, wenn man sich für die Branche interessiert, auch wenn man noch Anfänger ist!


Nachtrag vom 24.02.15: Das Spiel hat jetzt einen Blog, eine Google+ Seite und eine Facebookseite:

Der Oxygone Blog
Oxygone auf Google+
Oxygone auf Facebook

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Global Game Jam 2015



Heute will ich euch den Global Game Jam vorstellen, der jedes Jahr in vielen Locations auf der ganzen Welt am letzten Januar-Wochenende stattfindet. Ins Leben gerufen von der International Game Developers Association (IGDA) im Jahr 2008 findet er nun zum 8. Mal statt. Die Idee dahinter: Kreative Köpfe aus allen Fachgebieten der Spieleentwicklung wie Programmierer, Grafiker, Sounddesigner und mehr tun sich in kleinen Teams zusammen um Spiele zu entwickeln - und zwar in nicht mehr als 48 Stunden
Kleine thematische Kreativ-Vorgaben sorgen für eine gemeinsame Basis der Spiele - sonst ist alles erlaubt, was die Entwickler von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag auf die Beine stellen können. Schlaf optional. :)


Die Namensgebung des Global Game Jam rührt daher, dass er überall auf der Welt parallel stattfindet. Hochschulen und andere Institutionen in vielen Ländern bieten ihre Räumlichkeiten an, um den Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, besucht die offizielle Webseite des Global Game Jam.

Dieses Jahr nehme ich ebenfalls am GGJ teil und zwar mit meinem Kollegen Arthur Eckmann, mit dem ich schon damals für die Ur-Version von Odem Forest zusammengearbeitet habe. Er studiert aktuell Digital Games am Cologne Game Lab, das dieses Jahr auch wieder Teilnehmer am GGJ ist. Ich freue mich also auf 48 weitgehend schlaflose und Fast-Food-begleitete Stunden voller Kreativschmelze. Ich bin gespannt auf die Vorgaben und auf unsere Ideen. Arthur und ich sind beide große Jump'n'Run Fans und ein Wiederauflebenlassen eines Odem Forest ähnlichen Projekts wäre schon interessant. Aber auch ganz andere Genres reizen mich. 

Was aus dem Wochenende hervorgeht werde ich natürlich so früh es die Teilnahmebedingungen erlauben auf meinem Blog veröffentlichen.